OutdoorAndGuns

Allgemeines => Allgemein => Thema gestartet von: Master Chief558 am April 09, 2013, 03:38:17 Nachmittag

Titel: Abzug einer Waffe
Beitrag von: Master Chief558 am April 09, 2013, 03:38:17 Nachmittag
Hallo
Ich hab bereits bei Wikipedia geschaut und weiß auch wie ein Abzug funktioniert, nur wie genau funktioniert der Unterbrecher ?
Titel: Im Prinzip ...
Beitrag von: MountainGun45LC am April 09, 2013, 04:08:52 Nachmittag
... immer ähnlich, ist jedoch von Modell zu Modell verschieden.
Welche(s) Pistole/Gewehr hast du?

Doch Vorsicht, entfernt man ihn oder feilt daran ´rum, macht Pistole/Gewehr nicht mehr "Bumm!",

sondern "Brrrrrrrrt!" *mp40*

MG45LC
Titel:
Beitrag von: blue1980 am April 09, 2013, 05:40:45 Nachmittag
Technisch sicher interessant. Aber auch thematisch nicht unproblematisch. Daher schlage ich vor nicht weiter darauf einzugehen.
Titel:
Beitrag von: bfgguns am April 09, 2013, 06:07:46 Nachmittag
hihihi
Titel:
Beitrag von: Motorbiker am April 09, 2013, 07:13:27 Nachmittag
Im Detail: der Abzug betätigt den Fanghebel des Hahns. Dadurch wird der Hahn ausgelöst. Der Schuß wird ausgelöst und öffnet den Schlitten. Dieser drückt nun die Abzugstange nach unten, worauf der Fanghebel wieder freigegeben wird und der Hahn wieder einrasten kann. Wenn der Schlitten wieder geschlossen ist, läßt der Schütze den Abzug los. Die Abzugstange springt dabei wieder in ihre Ausgangsposition zurück und greift in den Fanghebel. Erneutes Abdrücken löst den Prozeß erneut aus. Das ist ein halbautomatisches Abzugsystem. :rolleyes:
Titel:
Beitrag von: Master Chief558 am April 09, 2013, 07:37:40 Nachmittag
Also versteh ich das richtig der Schlitten drückt den Unterbrecher runter und der drückt die Abzugsstange runter ?
Titel:
Beitrag von: Kolibri am April 09, 2013, 10:29:35 Nachmittag
Doch Vorsicht, entfernt man ihn oder feilt daran ´rum, macht Pistole/Gewehr nicht mehr "Bumm!",

sondern "Brrrrrrrrt!"
In den meisten Fällen wird die Waffe dann nur zu einer DAO - Pistole. Der mit dem Verschluss vorschnellende Hahn hat nicht genug Energie um die Patronen zu zünden. Ausnahmen bestätigen die Regel.

@ Master Chief558

Richtig, so sollte das funktionieren.

MfG Kolibri
Titel: Irgendwie ...
Beitrag von: MountainGun45LC am April 09, 2013, 11:22:12 Nachmittag
Zitat von »MountainGun45LC«

   
   
Doch Vorsicht, entfernt man ihn oder feilt daran ´rum, macht Pistole/Gewehr nicht mehr "Bumm!",

sondern "Brrrrrrrrt!"   

In den meisten Fällen wird die Waffe dann nur zu einer DAO
... verwechselst du da was, das hat mit einem "Revolverabzug" (DAO) überhaupt nichts zu tun?
Gruß, MG45LC
Titel:
Beitrag von: Kolibri am April 10, 2013, 12:04:41 Vormittag
DAO gibt es bei Revolvern genauso wie bei Pistolen. Die Waffe verfügt dan nur über einen Spannabzug. Wenn bei einer halbautomatischen Pistole der Unterbrecher fehlt entspannt sich der Hahn nach jedem Schuß (rastet nicht im SA-Modus ein). Es gibt sogar originale DAO-SSW z.B. die Geco P 217.

Der am häufigsten anzutreffende "Revolverabzug" ist nicht DAO sondern DA/SA.

MfG Kolibri
Titel: Mein lieber Kolibri ...
Beitrag von: MountainGun45LC am April 10, 2013, 01:57:23 Vormittag
Wenn bei einer halbautomatischen Pistole der Unterbrecher fehlt entspannt sich der Hahn nach jedem Schuß (rastet nicht im SA-Modus ein).
... das ist ja richtig, --- nur mag bei SS-Pistolen keine Zündung erfolgen mangels Druck (450 bar -), bei Scharfen sieht das allerdings gänzlich anders aus, da rattert es. Glaube mir! :) Ich habe das Foto deiner großen Schreckschuss/Gas Kollektion gesehen, du hast Ahnung, zweifelsohne! - Und "Chapeau" *huhu1*
Jedoch bei scharfen Waffen ist das Verhalten anders, die schlagen mit viel mehr Wucht nach hinten und die Rückholfeder(n) sind wesentlich stärker.
Beispiel: In den 70er Jahren hatte ich Gelegenheit eine wunderschöne Zella-Mehlis PP einer BDM-Führerin in KK zu erwerben mit WaA-Abnahme
und Koppel, komplett.
Das schöne Stück hatte jedoch eine Unart: "Man konnte sie normal durchladen (Die hatte keinen Signalstift, wie später!), schnell abdrücken
und die 10 Kügelchen rausrotzen und das klappte!
Wehedem, man versuchte den Druckpunkt richtig zu kriegen, dann ging das "Brrrrrt" , noch keine 2 Sekunden und das Ding war leer.
Das war NUR 5,56 mm lfB und hat gereicht für DF. Schuld war eine Macke am Unterbrecher, klar! Die wurde behoben und der Spuk war vorbei.
Der am häufigsten anzutreffende "Revolverabzug" ist nicht DAO sondern DA/SA.
Vielen Dank für die Info! :)
Den Ausdruck "Revolverabzug" habe ich nur benutzt, weil viele nicht wissen das DAO "Double Action Only" bedeutet!

Gruß, MG45LC

P.S.:
Ich weiß das PP/PPk´s in .22l.r. nie einen Signalstift hatten,
im Gegensatz zu 7,65 mm Browning und 9 mm kurz!
Titel:
Beitrag von: Motorbiker am April 10, 2013, 07:19:05 Vormittag
Also versteh ich das richtig der Schlitten drückt den Unterbrecher runter und der drückt die Abzugsstange runter ?
Exakto!!

Wobei es 2 Varianten gibt: Standard ist der Unterbrecher direkt auf der Abzugstange, relativ neu ist der Unterbrecher als einzelnes Teil, der die Stange dann runterdrückt (z.B. bei P 22, P 99, ME 9 Para, Record COP). Funktion ist aber in beiden Fällen gleich.
Titel:
Beitrag von: Master Chief558 am April 10, 2013, 02:26:16 Nachmittag
Ist ja simple Technik.... Aber wie funktioniert der Unterbrecher bei Gewehren da ist doch meist gar keine Abzugsstange da ?
Titel:
Beitrag von: Motorbiker am April 10, 2013, 08:36:22 Nachmittag
Ich kann bei SL-Gewehren nur vom H&K G3 sprechen, das ich beim Bund genutzt hatte und auch später für dessen Wartung und Reparatur zuständig war. Das G3 hat einen Systemkasten mit Direktabzug, der unter dem Verschluß sitzt. Im System sitzt ein separater Unterbrecherhebel, der das oben genannte regelt. Dieser ist über die Sicherung umschaltbar, so daß das G3, wie jede andere militärische Waffe, Halb- und Vollautomatik beherrscht. Ausgelöst wird dieser aber auch wie bei einer Pistole durch den Verschluß, der in vorderster Position verriegelt.