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Themen - PR90

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Field Target & andere Disziplinen / European HFT Championship 2020
« am: Oktober 03, 2019, 02:12:00 Nachmittag »
Wie einige von euch sicherlich schon wissen, findet vom 05.06.2020 bis zum 07.06.2020 die WHFTO HFT Europameisterschaft in Ravazd/Ungarn statt.

http://www.ehftc2020.eu/en/

Ungarn ist gerade für uns deutsche Schützen interessant, denn die haben auch die 7,5J-Grenze. Und das F hat dort auch die gleiche Bedeutung. Ravazd befindet sich direkt hinter der österreichisch-ungarischen Grenze.
Ca. 20km von Györ entfernt. Also keine Weltreise.

Das Besondere an dieser Veranstaltung ist, dass die Organisatoren sich auch der "kleinen" Klassen angenommen haben und im Bereich 7,5 Joule sämtliche uns bekannten Klassen anbieten.
Jedoch wird es in den Klassen 3-5 keine Teamwertung geben und es sind lediglich Einzelanmeldungen möglich. Diese wird das Orga-Team der EHFTC2020 ab dem 01.11.2019 freischalten/entgegennehmen.
Im Moment werden vorerst nur die Klassen 3 und 4 auf der Internetpräsenz ausgewiesen. Klasse 5 wird noch hinzugefügt, falls es dafür genügend Schützen gibt.

Eine Qualifikation oder Verbandsmeldung ist dafür nicht erforderlich. Einfach ab dem 01.11.2019 auf der Homepage anmelden und los geht's.
Die Gesetzeslage in Ungarn entspricht im wesentlichen der deutschen Gesetzgebung. Bis 7,5 Joule sind Luftdruckwaffen frei. Für alles Andere ist eine entsprechende Erlaubnis erforderlich. Dabei gibt es genau wie bei uns einen gewissen Toleranzrahmen, bei den/der Behörden/Polizei. Das "F" im Pentagon hat dieselbe Bedeutung wie in Deutschland.
Für den Wettkampf wird es eine Toleranzgrenze von 7,92 Joule, in den Klassen 3 und 4 geben. Klasse 5 wird wie in Deutschland gehändelt.

Mit dieser tollen Ergänzung wird es den Ländern mit den 7,5 Joule-Grenzen (Italien, Ungarn, Deutschland) ermöglicht, auch in den "kleinen Klassen" internationales Parkett betreten zu dürfen. Ich hoffe auf eine entsprechend große Resonanz, damit sich die "F"-Klassen auch auf internationalen Wettkämpfen zukünftig fest etablieren können. Dies ist ein erster großer Schritt in diese Richtung.

Natürlich sind auch die "großen Jungs" der Klassen "1" und "2" aufgerufen an diesem tollen Event teilzunehmen und der bisherigen deutschen Unterpräsenz in dieser schießsportlichen Disziplin entgegenzuwirken.

Es stehen gegenwärtig 240 Startplätze (exklusive Damen, Senioren und Jugend) zur Verfügung.
Vom 01. Oktober bis zum 31.Oktober können lediglich die Meldungen der Verbände erfolgen.
Ab dem 01.11.2019 sind die Einzelmeldungen möglich.
Sollte es einen größeren Ansturm an Anmeldungen geben, so kann das maximale Starterfeld auf bis
zu 320 Schützen erweitert werden.
Eine Qualifikation zur HFT-EM ist für die Einzelmeldungen nicht erforderlich.

Teamwertungen gibt es nur in den Klassen 1 und 2.

So Leute, ab dem 01.11.2019 ran an die Tasten. Wer weiß wann es so eine Chance nochmal gibt.

Wer Fragen hat, immer her damit.


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Allgemein / Petition gegen die Verschärfung des WaffG
« am: Mai 12, 2019, 09:49:03 Vormittag »
Wer noch nicht unterschrieben hat sollte das tun und die Petition über alle Kanäle die ihm zur Verfügung stehen verbreiten. Das ist das mindeste was wir tun können.

https://www.openpetition.de/petition/online/nein-zur-unverhaeltnismaessigen-verschaerfung-des-waffenrechts-bmi-gesetzentwurf-vom-9-januar-2019

Diesmal sind nicht nur Sportschützen, Sammler und Jäger dran, sondern auch Messerträger. Selbst wer nicht direkt betroffen ist sollte unbedingt mitmachen. Denn irgendwann ist jeder zwangsläufig betroffen wenn alle Verschärfungen und Verbote durchkommen.

3
Druckluftwaffen / Kral Puncher NP-03 Carbine
« am: April 04, 2019, 10:09:30 Vormittag »
Unter den vielen kompakten LGs die uns die IWA mittlerweile beschert hat, hat es nun auch endlich ein Modell der Firma Kral Arms nach Deutschland geschafft. Das gute Stück ist auch schon verfügbar.

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Das Ding ist kompakt, sehr leicht und lässt sich problemlos noch weiter aufrüsten. Der Preis von 399€ scheint mir ok, auch wenn das Gewehr keinen Regulator hat. Laut ersten Berichten anderer Schützen ist das hier auch nicht zwingend erforderlich. Falls doch gibt es bereits Regulatoren zum nachrüsten.

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Hab das Ding eben geordert und werde berichten.

https://www.versandhaus-schneider.de/product_info.php/cPath/40_1678_790_106/products_id/39790

Des weiteren hab ich zwei Custom-Magazine von CARM geordert. Die kommen aus dem 3D-Drucker und sollen besser sein als die Originalen. Auch diese werde ich testen.

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Das komische Billig-RD kommt da natürlich runter und ein vernünftiges ZF drauf. Mir schwebt schon grob vor was ich aus dem Ding mache, das wird ein sehr unvernünftiger Umbau.  :D

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Druckluftwaffen / FWB 300S - Benchrest-Umbau
« am: März 24, 2019, 09:56:53 Vormittag »
Hier möchte ich nun von meinem ersten Fehlgriff bei egun berichten. Eine FWB 300S Junior Baujahr 86 die auf den Bildern vom Verkäufer echt gut aussah. Was bei mir ankam sah dann aber nicht mal ansatzweise so gut aus. Wesentlich mehr Rost als erwartet. Der Lauf, der Spannhebel und die halbe Systemhülse waren extrem Rostnarbig. Der Schaft war auch fix und fertig. Im System war Dreck und Staub. Der Verkäufer hatte mir noch versichert dass er das Gewehr gereinigt und geölt hat, keine Ahnung was er damit meinte...

Auf den ersten Blick vom Weiten gehts noch.

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Aber wenn man dann genauer hinschaut...

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Was also tun? Einfach nur restaurieren macht ja jeder. Mit selbst brünieren hab ich schlechte Erfahrungen gemacht. Und es machen zu lassen war mir zu teuer. Den Schaft zu schleifen und zu ölen war mir auch zu langweilig. Es sollte ein Unikat werden.

Dann fiel mir der Spruch eines Schützenkollegen ein der selbst Schäfte baut: "Mut zur Farbe! Sportgewehre dürfen ruhig bunt sein!"

Gesagt getan.  :D  
Allerdings sollte das dann auch ein schlüssiges Design werden mit einer dynamischen Farbgebung. Ich habe da lange drüber gebrütet und mit einem Bildbearbeitungsprogramm etliche Muster erstellt. Irgendwann ergaben die Farben rot, schwarz und weiß dann eine sportliche Linie auf dem Schaft. Für das System hatte ich mir etwas besonderes überlegt. Er sollte matt schwarz werden mit silbernen Akzenten. So sollte insgesamt ein sportlich edler Look entstehen.

Zunächst galt es aber auch das System zu warten. Es war noch funktionstüchtig, aber durch den ganzen Dreck da drin knirschte es richtig beim Spannen. Das tat mir schon körperlich weh wenn ich das gehört hab.  :pinch:

Also war erst mal zerlegen und reinigen angesagt. Kaum ein Gewehr hatte ich bisher so schnell und einfach zerlegt wie dieses.

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Neue Teile wurden so gleich geordert, samt ein paar Sachen die später viel zur Optik beitragen sollten.

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Da jetzt alles zerlegt war konnte ich mich erst mal um die Oberfläche des Systemes kümmern. Es war so rostnarbig dass ich eine ganze Weile schleifen musste um es wieder halbwegs glatt zu bekommen. Den Bereich der Seriennummer und das FWB-Logo auf der Oberseite habe ich poliert und abgeklebt. Wobei ich beim Logo oben nicht auf Hochglanz polieren konnte, dafür war die Oberfläche durch die Rostnarben noch zu rau. Glatter schleifen ging nicht, dann hätte ich so viel Material abnehmen müssen dass das Logo verschwunden wäre. Also hab ich das nur blank gemacht. Dann sind mehrere Schichten schwarz matt drauf gekommen. Nach dem freilegen der abgeklebten Stellen wurde dann alles mit mattem Klarlack versiegelt.

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Nebenbei hab ich den Schaft geschliffen bis alle Kratzer und Druckstellen raus waren und ihn grundiert. Die Punzierung habe ich mit einem Speziallack geschwärzt. Dieser ergibt eine leicht gummi-artige Oberfläche.

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Erst später habe ich begriffen dass es ziemlich dumm ist eine Punzierung zu lackieren, damit nimmt man ihr die wichtigste Funktion, nämlich Handschweiß schnell aufnehmen wieder abgeben zu können. Aber nun wars zu spät.

Anschließend sorgte ich dann für die Farbgebung. Das alles so abzukleben dass hinterher auch das richtige Design dabei raus kommt war verdammt viel Fummelarbeit.

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Als alles Trocken war hab ich den Schaft vorsichtig ausgepackt. Und nun kam das Design zum Vorschein.

Fortsetzung folgt...  :P  :D
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Druckluftwaffen / Anschütz 380 - HFT Umbau
« am: März 08, 2019, 06:35:15 Nachmittag »
Anfang Mai 2019 gehts ab in die belgischen Ardennen zur HFT Europameisterschaft. Eingetragen wurde ich in die "Springer"-Klasse, also bei den Federkolbengewehren. Fürs Training und um ein passendes Gewehr aufzubauen das den WHFT Regeln entspricht, blieben mir ab diesem Zeitpunkt noch gut fünf Monate.

Anders als hier, im pingeligen Deutschland, werden dort die Federdruckgewehre nicht in gedämpfte und ungedämpfte Systeme unterteilt. Alles was eine Feder hat schießt in der selben Klasse. Man kann also aus den vollen schöpfen und mit einem der guten alten Matchgewehre der 80er antreten, bei denen der Prellschlag gedämpft ist. Der erste Gedanke dabei war natürlich sofort: Feinwerkbau 300S. Hätte ich da, müsste ich aber wieder umrüsten.

Dann fiel mein Blick jedoch auf ein Gewehr das von einigen Schützen als das beste Federkolbengewehr das je gebaut wurde bezeichnet wird. Das Anschütz Match 380.

Nach ein paar Rückschlägen hab ich es geschafft ein sehr gut erhaltenes Exemplar zu finden und hab direkt zugeschlagen. Man gönnt sich ja sonst nichts.  8)
(Die Bilder hab ich im Halbdunkeln bei schlechter Beleuchtung gemacht, das bitte ich zu entschuldigen...)

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Nun musste es nur noch HFT-fähig gemacht werden. Anders als beim klassischen Field Target, wird man beim Hunter Field Target stark eingeschränkt was die Ausrüstung angeht. Damit soll erreicht werden dass der Einstieg einfach und bezahlbar bleibt, zudem soll ein "Wettrüsten" unterbunden werden. Beim HFT darf z.B. die Entfernung zum Ziel (9-42m International oder 9-25m "F-Klasse") nicht mit der Parallaxe gemessen werden sondern muss geschätzt werden. Zudem darf das ZF während des Wettkampfes nicht verstellt werden. Ein ZF mit geringer Vergrößerung und eingestellt auf eine mittlere Distanz reicht also aus, man braucht kein großes FT-Glas.

Wichtiger ist hier das Absehen. Da man nichts stellen darf, kann man nicht mit Klicks arbeiten. Stattdessen muss man die Trefferhöhe auf verschiedene Distanzen mit den Mildots im Absehen kompensieren. Für mich ein Vorteil, das mache ich beim FT auch so, ist einfacher als die ständige Klickerei.

Die Wahl das ZF war für mich schnell klar. Ein Hawke Airmax 4-16x50 mit AMX Absehen. Hab auch durch mithilfe eines Schützenbruders ein sehr günstiges gefunden.

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Die zweite Anpassung betrifft den Vorderschaft. Laut WHFT Regeln darf der Vorderschaft nicht weiter als 150mm nach unter reichen, von der Laufmitte aus gemessen. Die wenigsten Schäfte sind so tief, man kann also noch eine kleine Vorderschafterhöhung verbauen die dieses Maß nicht überschreitet. Das hat durchaus Vorteile bei den verschiedenen Anschlagsarten beim HFT.

Und das wars eigentlich schon viel mehr ist nicht nötig für HFT und auch nicht wirklich erlaubt. Der Rest ist dann Training. Stehend hab ich kein Problem, aber kniend und liegend sind noch ziemlich ungewohnt. Da muss ich noch dran arbeiten...

Jetzt zur Problematik bei diesem Gewehr. Es ist nicht so das etwas defekt wäre oder es nicht richtig läuft. Es ist einfach nur nicht das was ich für 400€ erwartet habe. Es wurde angeboten als "Bestzustand". Rein optisch ist es das auch, sieht aus wie neu. Aber die Dichtungen und Federn wurden schon seit geraumer Zeit nicht erneuert. Dabei läuft das Gewehr nicht mal schlecht. Es macht im Schnitt gute 166m/s mit JSB Exact. Aber es ist ja hinlänglich bekannt dass die alten Matchgewehre mit frischen Dichtungen und Federn deutlich mehr schaffen. Nach der Messung hab ich mir die Dichtungen angeschaut und die sind weiss, leicht vergilbt. Das könnten fast noch die ersten ab Werk sein. Wären sie in den letzten Jahren erneuert worden, müssten sie sicherlich grün, blau oder so sein. Die Federn sind folglich also sicher genau so betagt.

So ist es technisch eben nicht "Bestzustand". Traurig...

Aber Nummer zwei war unterwegs und auch dieses mal ist es wieder ein Schützenbruder der mir den Hintern rettet. Für einen schmalen Freundschaftspreis überließ er mir seine 380 die erst im Juni 2018 komplett gewartet wurde.

Also ganz einfach, das gute System in den hübschen Schaft und schon passt die Sache wieder.  8)

Ah ja, was ich absolut bemerkenswert finde, ist dass bei diesem Gewehr das Abzugszüngel ein Teil des Abzugsbügels ist. Es ist nicht fest mit der eigentlichen Abzugsmechanik verbunden. Auf jeden Fall technisch ein äußerst interessantes System. Eine nagelneue Abzugseinheit hab ich übrigens auch noch bekommen. Anschütz-Ersatzteile sind rar, da muss man alles bunkern.

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Fortsetzung folgt...

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Druckluftwaffen / Anschütz Super Air 2001 - Wiederbelebung und FT-Umbau
« am: Februar 25, 2019, 11:20:45 Vormittag »
Auf der Suche nach einem FT Gewehr das die Vorteile von Pressluft bietet ohne aber von einer Druckquelle abhängig zu sein, bin ich zwangsläufig bei den alten Matchgewehren mit Vorkompression hängen geblieben. Feinwerbau 600, Walther LG90/LGM1/LGM2, Anschütz Super Air 2001/2002, Steyr LG1, Diana 100, ... Modelle gibt es genug. Ich habe mich letztlich für eine Anschütz Super Air 2001 entschieden.

Zunächst habe ich ein gut erhaltenes Exemplar ersteigert.

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Die Problematik: Transportschäden.
- Endanschlag des Spannhebels gebrochen
- Griff am Verschluss gebrochen
- leichte Beschädigung der Abzugsmechanik, noch funktionsfähig aber bleibt hinten stehen

Dann kam noch ein weiterer Defekt hinzu. Das Ventil hat plötzlich keinen Druck mehr in den Lauf abgegeben. Also der Druck wurde aufgebaut und auch gehalten aber das Schlagstück prallte auf den Ventilstößel ohne das Ventil öffnen zu können.
Zudem war zu viel Öl in der Kompressionskammer, wenn man den Kolben leicht hin und her bewegt machte es richtige "Schmatzgeräusche".

Über Ersatzteile brauchte ich mir keine Gedanken machen, es kam noch ein zweites, besseres Exemplar dazu und aus zweien wurde dann eins.

Nun wollte ich das gute Stück erst mal zerlegen. Vorher hab ich oft Warnungen gelesen, das 2001 wäre sehr kompliziert aufgebaut, es würde Stunden in Anspruch nehmen es zu zerlegen und genau so lange um es wieder zusammen zu bauen.

Ich lache mich kaputt, ganz ehrlich. Das Ding ist modular aufgebaut. Man kann immer nur 2-3 Schrauben lösen und ein Teil abnehmen. Dahinter werden dann die Schrauben vom nächsten Teil freigegeben. Was soll man denn da falsch machen?
Zwei Schrauben lösen, nur lösen nicht ganz raus drehen, und man kann schon die komplette Abzugseinheit abnehmen. Dann eine Schraube um die komplette Verschlussmechanik im ganzen zu demontieren. Zwei Schrauben um die 11mm Schiene und damit den Verschluss selbst zu demontieren. Dann arbeitet man sich weiter nach vorne vor. Ist doch absolut simpel und selbsterklärend. Das ist in 30min machbar. Mit Dichtungswechsel, säubern, Ölen und Zusammenbau kommt man vielleicht höchstens auf anderthalb Stunden wenn man alles da hat und es am Stück durchzieht.


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Jetzt waren da nur noch zwei Schrauben, dann könnte ich die komplette Kolbenmechanik nach vorn raus ziehen. Aber diese Schrauben sind verdammt fest, bekomme ich nicht gelöst. Bevor ich die rund mache, löse ich lieber zwei S-Ringe und Bolzen und trenne damit Kolben und Spanngestänge. Dann kann man den Kolben nach hinten raus ziehen.

Auf jeden Fall war da wirklich zu viel Öl drin.

Dass das Ventil nicht mehr geöffnet hat lag an der Dichtung, die hat sich zerlegt und das Ventil verstopft.

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Dann kam Nummer 2 dazu und ich konnte aus beiden Gewehren die besten Teile raus suchen.

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Die Beiden haben sich super ergänzt. Was beim einen Kaputt war, war beim anderen noch ganz. Mit dabei, ein schöner dunkler Nussbaumschaft mit toller Maserung.

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Und das wichtigste, ein funktionierendes Ventil.

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Nachdem ich die besten Teile aus beiden Gewehren selektiert hatte, konnte ich nun quasi das neue Gewehr zusammen bauen. Das hat alles bestens funktioniert und das gute Stück hat eine phänomenal konstante V0 von 166m/s mit JSB Exact.

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Im Nachgang hab ich noch rausgefunden dass da Gewichte im Schaft versteckt sind. Eins hinter der UIT-Schiene unterm Schaft und eins hinter der Schaftkappe.

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Die 500g hab ich gleich entfernt, das Gewehr wird später noch schwer genug. Nun packte mich wieder eine alte Angewohnheit, nämlich lackierte Schäfte mit besonderer Maserung zu polieren bis man sich drin spiegeln kann. Sicherlich Geschmackssache, aber so kommt das Holz gleich viel besser rüber. Und die UIT-Schiene hab ich gleich mit poliert, das Alu war schon etwas oxidiert.

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Ich konnte es aber nicht lassen und hab doch noch mal drüber poliert. Jetzt kommt die Maserung richtig gut raus und das Holz hat mehr Tiefe. Je nach Blickwinkel wirkt es farblich auch unterschiedlich. Mit Möbelpolitur für dunkles Holz und einem Microfasertuch kann man übrigens hervorragend Punzierungen reinigen. Die sehen wieder aus wie neu.

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Fotsetzung folgt...

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Testberichte - Optik und Montagen / Red Dot Ritter 1X20 NV
« am: Februar 22, 2019, 05:37:00 Vormittag »
Auf der Suche nach einem kompakten Red Dot für meine Zoraki HP-01, das einen möglichst feinen Leuchtpunkt haben sollte, bin ich auf das Ritter 1X20 NV gestoßen. Mit einer Größe von 4 MOA ist der Leuchtpunkt schon recht fein, das war mir wichtig weil es hauptsächlich zum Scheibenschießen genutzt werden sollte, auch wenn das eigentlich unüblich ist. Zudem sollte das RD natürlich auch möglichst kompakt und leicht sein, denn es muss auf der HP-01 relativ weit vorn montiert werden. Die Kopflastigkeit sollte sich also nicht unnötig erhöhen. Ein weiterer Punkt den es zu erfüllen galt, war eine Schnellspannmontage auf Picatinny/Weaver, damit das RD problemlos abnehmbar ist wenn die HP-01 wieder in ihren Koffer wandert. Und nicht zuletzt sollte der Leuchtpunkt qualitativ hochwertiger sein als bei den meisten RDs unter 30€, mit denen ich mehrfach schlechte Erfahrungen gemacht habe. Oftmals wurde der Punkt nicht richtig rund oder sogar fransig bis hin zu verwischt dargestellt. Oder aber, die Leuchtpunkte waren schlichtweg viel zu groß um damit etwas präzise anvisieren zu können.

All diese Eigenschaften fand ich nun im Ritter 1X20 NV, das mit momentan 60€ nicht mal wirklich teuer ist. Dazu sei angemerkt dass man wirklich gute RDs erst ab 150€ bekommt. Nach oben hin gibt es, ähnlich wie bei Zielfernrohren, keine Grenze. Aber alles jenseits der 200€ wäre wohl arg übertrieben für den LP/LG Freizeitschützen.

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Nun nutzte ich dieses RD mehr als 12 Monate und habe mich hinreichend von Qualität und Brauchbarkeit überzeugen können.
Nach dieser Zeit sieht man schon hier und da Gebrauchsspuren, diese sind anfangs natürlich nicht vorhanden. Die Oberflächenbeschichtung war zu Beginn noch makellos, aber gerade am Spannhebel der Montage nutzt sie sich recht schnell ab, zumindest wenn man es wie ich regelmäßig demontiert.

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Das RD kommt in einem unspektakulären, schwarzen Karton an. Mitgeliefert werden Staubschutzkappen, eine bereits in das RD eingelegte Batterie des Typs CR2032, ein Reinigungstuch, ein Inbusschlüssel für die Mountbase und eine Anleitung in englisch die ziemlich unnütze ist weil sie sich nicht mal auf genau dieses RD bezieht. Die Funktion ist allerdings selbsterklärend.

Die Staubschutzkappen:
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Eingeschaltet wird das RD über den vorderen der beiden Schalter auf der Oberseite. Nach dem Einschalten ist die Helligkeit generell auf Stufe vier von insgesamt sechs Stufen. Durch wiederholtes drücken des Ein-/Ausschalters, schaltet man periodisch durch die Helligkeitsstufen. Zum Ausschalten muss man den Schalter nur 3 Sekunden lang gedrückt halten. Ein nützliches Gimmick ist die automatische Abschaltung. Sollte man vergessen das RD auszuschalten, erledigt es das nach einer gewissen Zeit selbst. Ich hab leider versäumt dabei mal auf die Uhr zu schauen, aber ich denke das passiert wenn nach 30-45min kein Schalter betätigt wurde. Der Nachteil ist natürlich das es schon mal vorkommt dass es bei längerer Nutzung einfach mal so beim schießen aus geht. Aber das ist nicht weiter schlimm. Besser als wenn man vergisst es auszuschalten und beim nächsten schießen die Batterie leer ist.
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Die Verstelltürme sind durch Abdeckungen geschützt. Schraubt man diese ab, kommen die Türme zum Vorschein, die ohne weiteres Werkzeug per Drehknopf mit Klickrastung verstellt werden können. Die Türme sind in keinster Weise beschriftet, das wirkt erst mal etwas befremdlich. Aber hier gilt der Standard, Turm oben - im Uhrzeigersinn = Down, dagegen = Up, Turm seite - Uhrzeigersinn = links, dagegen = rechts, 1/4 MOA pro Klick.


Die Technischen Daten:
(Alles Herstellerangaben, nur die Abmaße habe ich korrigiert weil sie nicht gestimmt haben.)



Länge / Höhe / Breite:68mm/47mm/40mm (+17mm mit Schnellspannhebel)
Gewicht: ca. 180g
Farbe: schwarz Matt eloxiert
Objektivdurchmesser: 20mm
Stromversorgung: 3V Lithium CR 2032
Montagebase: Schnellmontage für Weaver / Picantinnyschienen
Optiken: Glas - Multicoating & Shock-Proof
Material: hochwertiges Aluminium
Absehen: Leuchtpunkt 4 MOA (feiner Leuchtpunkt auch für Kurzwaffen mit großen Augenabstand geeignet)
Leuchtpunktregelung: Druckschalter in 5 Stufen regelbar
Absehenverstellung: 1 MOA - Verstellbereich +- 20 MOA
Parallaxenfrei: ja
Energieverbrauch: Gering (je nach Batterietyp und Hersteller bei normaler Anwendung bis 1000 Std.)
Schußfestigkeit: Schußfest für min. Kal. 8x57IS und Größer




Die Durchsicht ist Glasklar, mit einem minimalen Blaustich, durch die Linsenbeschichtung. Auch bei Gegenlicht hat man keine Probleme mit Lichtreflexen oder Spiegelungen, das RD ist für alle Lichtbedingungen geeignet. Es hat sogar eine Funktion die den Leuchtpunkt abdimmt, damit ist das RD dann zusammen mit Nachtsichtgeräten nutzbar. Dafür ist der zweite Schalter auf der Oberseite.

Um das RD auf einer Picatinny-/Weaverschiene zu montieren, öffnet man nur den Spannhebel, setzt es auf die Schiene so das die Klemmschraube in einem Slot einrastet und schließt den Hebel wieder. Sollte der Hebelweg zum befestigen nicht ausreichen oder der Hebel zu stramm gehen, kann man das mittels der Klemmschraube auf der anderen Seite einstellen. Wenn man das RD regelmäßig demontiert, empfehle ich ein paar Tropfen Öl an den Stellen die Reibung ausgesetzt sind. Das funktioniert ziemlich gut, es lasst sich immer wiederholgenau auf der Schiene positionieren. Das sehe ich daran dass ich die Einstellung trotz ständiger Montage und demontage seit dem Einschießen noch nicht ändern oder korrigieren musste.
Als ich die Fotos für diesen Bericht machte, fiel mir auf das die vier Schrauben der Mountbase lose waren. Ob das schon von Anfang an so ist oder erst mit der Nutzung kam weiß ich nicht, aufgefallen ist es jedenfalls nicht. trotz loser Schrauben hat nie was gewackelt. Ich habe sie wieder fest gezogen. Das ist wohl etwas was man beachten sollte.


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Die Mountbase lässt sich auch entfernen und durch andere ersetzen, etwa für andere Schienen und Montagesysteme.


Last but not Least, der Leuchtpunkt.
Dieser ist mit seinen 4 MOA gut zum Scheibenschießen geeignet und wird auch tatsächlich rund dargestellt.
Die vom Hersteller angegebene Parallaxefreiheit kann ich bestätigen, schon ab 5m bleibt der Punkt schön brav auf dem Ziel, egal wie man seinen Blickwinkel verändert.

Ich schieße meist auf niedrigster Helligkeit, da wirkt der Punkt am kleinsten und saubersten. Auf 10m deckt der Punkt bei einem 12er Spiegel den 11er Ring ab und wird vom 10er noch leicht umfasst. So lässt sich gut zielen, in gewisser Weise vergleichbar mit dem Prinzip eines Diopters, nur irgendwie umgekehrt.

Beim folgenden Bild habe ich versucht durch das RD zu fotografieren um den Größenvergleich zwischen Punkt und 10er Ring deutlich zu machen. Meine Kamera wollte aber nicht so wie ich wollte...

Bitte entschuldigt das schlechte Bild, ich hoffe der Größenvergleich wird trotzdem deutlich.



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Und auf 20m:



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Abschließend kann ich sagen, dass sich der Kauf gelohnt hat. Das RD hat schon gute Dienste geleistet. Die gute Eignung zum Scheiben schießen bezeugen meine Erfolge beim Fernwettkampf.

Von mir eine klare Empfehlung für dieses RD. :thumbup:

Update: Das von mir getestete Exemplar hatte noch einen Leuchtpunkt mit 4 MOA, die aktuelle Version hingegen wurde verbessert und hat nun einen 2 MOA Dot. Bei Gelegenheit werde ich diese neue Version testen und dann berichten.

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