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Masterblaster

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Taurus PT24/7 (Spring)
« am: Februar 04, 2013, 01:12:52 Nachmittag »
Vorwort:

Vor einiger Zeit war ich auf der Suche nach einer wintertauglichen Airsoftpistole weil es in meiner Garage wo ich mir einen kleinen Hobbyschießstand eingerichtet habe doch relativ kühl ist und Pistolen mit Co2 oder Airsoftgasantrieb doch einen erheblichen temperaturbedingten Leistungsverlust haben.
Zum anderen sollte die Pistole auch noch ziemlich leise sein da in der Garage so gut wie keine Schalldämmung vorhanden ist und ich meine Nachbarn mit dem Lärm den ich dort mache nicht belästigen wollte, schränkte sich meine Auswahl an Luftdruckwaffen noch mehr ein.
Nach kurzer Suche im Internet fand ich eine Airsoftpistole mit Federdrucksystem (Spring) die meinen Erwartungen entsprach und die auch von anderen Schützen für gut befunden wurde.
Es handelte sich dabei um die Taurus PT 24/7 die von der taiwanesischen Firma KWC hergestellt wird und von Cybergun in Europa vertrieben wird.


Die Verpackung:

Die Pistole wird in einem etwas speziel gestalteten Karton geliefert wie auf den unteren Bildern ersichtlich ist.
Auf den ersten Blick sieht man nichts ungewöhnliches.



Aber das Oberteil des Kartons das mit einem Klettverschluss gesichert ist lässt sich aufklappen und lässt einen ersten Blick auf die Pistole zu.
Auf der Innenseite ist auch bereits eine mehrsprachige Bedienungsanleitung aufgedruckt.



Wenn man schließlich die Seite des Kartons öffnet kommt man endlich an die Pistole heran die sich in einer Styroporeinlage befindet.
Neben der Pistole befindet sich darin noch ein zweites Magazin, eine kleine Packung mit 0,2g BBs der Firma Cybergun und eine Bedienungsanleitung.




Der erste Eindruck:

Wenn man die Pistole in die Hand nimmt fällt sofort das doch relativ hohe Gewicht von 578 Gramm auf (lt.Verpackung).
Die Taurus Pistole macht auch gleich einen gut verarbeiteten Eindruck was für eine Airsoftpistole dieser Preisklasse doch ein wenig unüblich ist.
Bis auf eine Naht an der Unterseite der Pistole und drei kleinen Abdrücken einer Fertigungsmaschine bei der Schiene unter dem Lauf wo man taktisches Equipment wie eine Lampe oder einen Ziellaser anbingen kann ist alles ohne Materialfehler verarbeitet worden.
 


Auf dem oberen Bild sieht man auch sehr gut die Bedienteile wie den Zerlegehebel, Schlittenfanghebel, Sicherung und den über dem Griff befindlichen Magazinauswurfknopf.
Wobei sich der Zerlegehebel zwar betätigen und herausnehmen lässt aber wie man die Pistole nun wirklich zerlegt habe ich nicht ausprobiert weil ich für solche Sachen keine gute Hand habe und nicht gleich alles durch meine Ungeschicktheit kaputt machen möchte.
Auf der rechten Seite der Pistole gibt es am Schlittenende noch eine angedeutete Sperrmöglichkeit die aber nur auf dem Plastik aufmodelliert wurde und keine Funktion hat.



Was mir auch sehr positiv aufgefallen ist das ist die Gummierung des Griffes.
Dadurch hatte ich ein echt gutes Gefühl beim Halten der Pistole und nicht dieses rutschige Plastikgefühl wie man es bei manchen Waffen mit Kunststoffgriffstück hat.
Auf der Vorderseite des Griffes wurden sogar elastische Rippen aus Gummi herausgeformt die sich gut an meine Finger anpassen und mir ein gutes rutschsicherers Halten der Pistole ermöglichen.
Am unteren Bereich des gummierten Griffes findet man auch ein sehr schön gemachtes "Taurus" Logo.



Auch von der Vorderseite macht die Taurus eine gute Figur und wenn man einen Blick in die Mündung wirft erkennt man sogar die angedeuteten Felder und Züge auf dem ein Zentimeter langen Aussenlauf der dann in den für Airsoftwaffen typischen Messinglauf übergeht.



Neben solchen kleinen und feinen Details habe ich ich auch noch den Schlittenfang gestestet der sicher einrastet und auch einen Blick in das innere der Pistole zulässt wo man auch erkennt das viele Teile aus Metall gefertigt wurden was auf eine hohe Lebensdauer der Pistole schließen lässt.




Auf dem Schießstand:

Die beiden Magazine lassen sich leicht beladen und haben auf der Oberseite einen Knopf den man während man ein BB zuführt hineindrücken kann um nicht zu viel Kraft beim Hineindrücken anwenden zu müssen.
Genau jener Knopf kann auch dazu verwendet werden um das Magazin zu entladen wobei die BBs dann schlagartig heraus fliegen was bei versehentlicher Betätigung zu einigen Ärger führen kann wenn die BBs plötzlich kreuz und quer durch den Raum fliegen.



Die Taurus verfügt über eine klassische Visierung die aus Kimme und Korn besteht.
Beide sind aus Kunststoff gefertigt und lassen sich nicht verstellen aber Kimme und Korn wurden mit hellen weißen Farbpunkten versehen was das Zielen in ungünstigen Beleuchtungsverhältnissen sehr erleichtert.



Auf den Schießstand macht die Pistole einen guten Eindruck was die Zielgenauigkeit betrifft wobei es aber immer wieder ein paar Schüsse gibt wo die BBs hinfliegen wohin sie wollen aber die meiste Zeit trifft man auch genau dahin wohin man zielt.
Im Lauf befindet sich das sogenannte BAX-System was eine Abwandlung des klassischen Hop-Up Systems bei Airsoftwaffen ist und der Kugel beim Abschuss einen leichten Drall mit gibt um das BB während des Fluges zu stabilisieren.
Ich habe auf 5 Metern mit King Arms 0,2g und 0,25g BBs auf 5 Metern Entfernung stehend frei geschossen mit guten Ergebnissen.



Dabei stellte ich fest das die 0,2g BBs eine Spur zu leicht waren und da sich das BAX-System nicht entsprechend verstellen lässt muss man entweder etwas unter das Ziel anhalten um korrekt zu treffen oder schwerere BBs benutzen.
Als Optimum für die Taurus stellten sich die 0,25g BBs heraus mit denen die BBs auch dort landeten wo man hinzielte.



Präziser bekommt man es dann kaum noch hin was aber auch ausreichend ist für das Plinking auf Dosen oder leere Klopapierrollen wobei die Power dieser Pistole hart an die 0,5 Joule Grenze herankommt und eine Alugetränkedose zwar nicht durchschießt aber schon eine ordentliche Delle daran hinterlässt.
Der Abzug trägt auch zum einen oder anderen Fehlschuss bei weil er einen ca. 2mm langen Abzugsweg mit kaum Widerstand hat und man dann auf einen harten Druckpunkt stößt der mit etwas Kraftaufwand dann blitzartig überwunden wird was zum Verreißen führen kann wenn man die Pistole nicht ordentlich hält.

Beim Schießen vielen mir noch zwei Sachen auf die ich erwähnen möchte.
Zum einen mal ist der Schlitten gerade die ersten paar Schüsse etwas hackelig und schnellt nicht immer ganz nach vorne und da muss man am Anfang etwas mit der Hand nachhelfen indem man leicht mit der Handfläche auf den Hinterteil des Schlittens schlägt.
Sobald die Pistole ihre ersten hundert Schuss durch hat ist das Problem erledigt was eventuell mit zu engen Passformen zwischen Schlitten und Griffstück zusammenhängen dürfte.
Das Zweite was mir auffiel waren die Magazine.
Laut Beschreibung auf der Verpackung sollten pro Magazin 25 BBs hineinpassen aber beim Nachzählen fiel mir auf das in ein Magazin nur 24 Kugeln passten und in ein anderes Magazin gar nur 19.
Ich bin der Sache aber nicht weiter auf den Grund gegangen und habe das Magazin nicht zerlegt weil ich doch nicht das richtige Feingefühl für solche Arbeiten aufbringe.
Ich schätze aber das sich die Magazinfeder beim Beladen entweder ungünstig verformt und sich verklemmt oder das sich der Magazinschieber irgendwo an einem Grat im Magazinschacht verhackt was die Zuführung der letzten paar ins Magazin passende BBs verhindert.


Zusammenfassung:

Man erhält mit der Taurus PT 24/7 eine gute Spring-Airsoftpistole die gut verabreitet ist und auch auf dem Schießstand einen guten Eindruck hinterlässt und dazu gibt es sogar noch ein 2. Magazin noch dazu.



Wenn man noch den Preis von 39,90 Euro beachtet den ich bei Begadi bezahlt habe dann ist diese Pistole ein richtiges Schnäppchen was man jedem Empfehlen kann der mal ab und zu auf Dosen oder andere kleine Ziele von der Größe einer Zigarettenschachtel schießen möchte und kein Geld in Gas- oder Elektro-Airsoftwaffen investieren möchte.

Ich hoffe euch hat mein Testbericht gefallen und konnte euch als Entscheidungshilfe dienen.