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Hapf

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Vorstellung Hoyt Tiburon
« am: April 03, 2015, 09:52:04 Vormittag »
[font='Arial, sans-serif']Bin ja noch Anfänger im Bogenschießen und für den Anfang haben wir uns Bögen gemietet. Soweit so gut. [/font]

[font='Arial, sans-serif']Nach dem ersten intensiven Training tat mir 2 Tage lang der Daumenknöchel der Bogenhand ( bei mir die Linke) weh. [/font][font='Arial, sans-serif']Das Griffstück des Leihrecurve drückte gegen das, bei meiner Hand, recht weit herausstehende Gelenk. Sehr unangenehm. Bei 2`ten Training ging es selbst mit dicken Lederhandschuhen nicht lange gut.[/font]

[font='Arial, sans-serif']Ok dann zum Händler und das Mittelstück getauscht. Damit ging es dann besser, aber es wurde sehr schnell klar, das die Griffstücke der ( günstigen) Holzmittelteile und ich keine Freunde werden können. Die Dinger passen einfach nicht zu meiner Hand. Meine Frau hingegen hat da keine Probleme mit.[/font]

[font='Arial, sans-serif']Nun gut, als braucht ich einen eigenen Bogen. Hatte ein wenig mit dem Hoyt meines Freundes geschossen und mir gefiel der Bogen sehr gut.[/font]

[font='Arial, sans-serif']Vor allem da Hoyt so schmale Griffe hat. Da ich noch nicht wirklich weiß, wo es bei mir im Bogensport hingeht, suchte ich einen recht universalen Bogen eines namhaften Herstellers. Der einzige Bogen, ( den ich gefunden habe) der mir alle Möglichkeiten offen lässt, ist der Hoyt Tiburon.[/font]


[font='Arial, sans-serif']Ich habe mich letztendlich für die Variante mit Blackout Mittelstück( Strukturlack schwarz) und Wurfarmen aus Maple ( Ahorn) entschieden. Mein Bogen hat die größte Länge von 64 inch der Hoyt Traditional Palette. Das 21 Inch langes Mittelstück aus Alu (Druckguss) ist für die Aufnahme der Hoyt Formula Wurfarme ausgelegt. Das Auszugsgewicht lässt sich mit den Tillerschrauben um + - 5 lbs regulieren.[/font]

[font='Arial'] [/font]

[font='Arial'][font='Arial, sans-serif']Es ist möglich, den Bogen über das Shelf zu schießen. Ferner ist eine Bohrung für Button oder Klicker vorhanden. Auch lässt sich ein Visier montieren und ein Bogenköcher. Dazu ist noch ein Gewinde für Balancergewicht oder Stabilisator vorhanden.[/font][/font]

[font='Arial'] [/font]

[font='Arial'][font='Arial, sans-serif']Somit ist der Bogen für fast alle Fälle gerüstet und man kann, wenn man möchte, viel Spielzeug dran schrauben und experimentieren. [/font][font='Arial, sans-serif']Zum Anfang habe ich den Bogen mit der geringsten bestellbaren Zuglast von 35 lbs bestellt.[/font][/font]

[font='Arial'] [/font]

[font='Arial'][font='Arial, sans-serif']Der Bogen wird in einem rechteckigen Pappkarton zum Aufklappen geliefert. [/font][font='Arial, sans-serif']Darin befindet sich eine schöne und wie ich finde hochwertige Tasche aus Kunststoffmaterial. [/font][font='Arial, sans-serif']In der Bogentasche befindet sich eine flauschige Tasche für das Mittelteil, 2 Taschen mit je einer elastischen Schlinge für die beiden Wurfarme. In einer rechteckigen Tasche mit Reißverschluss befindet sich das mitgelieferte Zubehör.[/font][/font]

[font='Arial'] [/font]



[font='Arial'] [/font]

[font='Arial, sans-serif']Als Zubehör liegt die Anleitung ( auf Englisch ), ein Inbusschlüssel, eine Dynaflight 97 flämisch gespleißte Sehne mit schwarz / braunen Strängen, 2 Everlast String Leech Sehnendämpfer, 2 Sehnendämpfer ( vermutlich aus Kalbshaar ) für die Wurfarmenden, selbstklebende Auflagen für das Shelf, sowie ein Schlüsselanhänger und ein Hoyt Aufkleber bei.[/font]




[font='Arial, sans-serif']Die Verarbeitung ist sehr gut. Nun ich habe mir die Teile unter dem Mikroskop angesehen. Etwas übertrieben, aber ich hab halt eins und genaues hinsehen kann ja nicht schaden. Ich konnte, bis auf kleine Unsauberkeiten bei den Aufklebern ( Schiebebilder) der Wurfarmen, nichts finden was wirklich zu bemängeln wäre. [/font][font='Arial, sans-serif']Das Mittelteil ist mit einem recht dicken Strukturlack ( Wrinkle) beschichtet. Ähnlich dem Lack der Harley Motoren. Ich konnte keinerlei Fehlstellen oder sonst einen Makel erkennen. Die Gewinde sind alle sauber und ordentlich.[/font]



[font='Arial, sans-serif']Die Wurfarme sind, wie es aussieht, recht dick mit Harz überzogen, auch an den Kanten. [/font][font='Arial, sans-serif']Auch hier konnte ich keine Fehlstellen oder ähnliches entdecken. Ob eine Lage Glasfaser als Deckschicht ein laminiert wurde konnte ich nicht erkennen, vermute es aber. [/font][font='Arial, sans-serif']Auf jeden Fall ist eine dünne Lage Karbon ein laminiert. Insgesamt also eine tadellose Verarbeitung.[/font]

[font='Arial'] [/font]
[font='Arial'][/font]

[font='Arial'][font='Arial, sans-serif']Nun ging es, den Bogen zusammen zu bauen und die Sehne aufzuspannen. [/font][font='Arial, sans-serif']Die Wurfarme werden nur in das Mittelteil gesteckt. Um die Wurfarme nicht zu verwechseln, steht auf den Wurfarmen Top ( Oben) und WTM ( unten).[/font][/font]


[font='Arial'] [/font][font='Arial']
[font='Arial, sans-serif']Für einen Anfänger, der billige Bögen unter 30 lbs gewohnt war, musste schon ordentlich mit der Aufspannschnur gezogen werden um die Sehne zu montieren. [/font][font='Arial, sans-serif']Mein Händler hat die Klebeteile für das Shelf aufgeklebt und mir einen Nockpunkt gesetzt. Ich schieße den Bogen also erst mal über Shelf.[/font]

[font='Arial, sans-serif']Ich habe den Bogen dann 2 Tage aufgespannt gelassen und immer wieder ausgezogen, damit sich die Sehne setzten kann.[/font]

[font='Arial, sans-serif']Dann ging es das erste mal raus auf den Trainingsplatz.[/font]

[font='Arial, sans-serif']Der erste Pfeil. Plop. Ein breites Grinsen breitete sich aus. Super. Schön leise und satt. Klasse. Der Bogen zieht sich sehr angenehm. Erst hatte ich große Bedenken der ungewohnten Zuglast wegen, aber auf dem Platz war alles gut. 4 Stunden mit dem Bogen geschossen und keine Probleme mit der Muskulatur oder den Zugfingern. Ein schöner gleichmäßig sanfter Auszug, ohne jedes Stacking. Mein Freund hat einen ca.: 31-32 Auszug ( ich 27-28 ) und es wurde kein Stacking feststellt. Natürlich gab es durch den schmalen Griff keine Druckstellen an der Bogenhand. [/font][font='Arial, sans-serif']Auch konnte ich keinen gravierenden Unterschied feststellen zwischen der Pfeilauflage bei meinem Leihbogen und dem schießen über das Shelf.[/font]

[font='Arial, sans-serif']Der Hoyt ist allerdings etwas sensibler. Kleine Korrekturen werden deutlich konsequenter umgesetzt als bei meinem Leihbogen. Kleine Korrektur der Höhe und ich schoss ½ Meter über die Scheibe. Aber alles eine Sache der Übung ; )[/font]


[font='Arial, sans-serif']Bisheriges Fazit[/font]

[font='Arial, sans-serif']Der Hoyt Tiburon ist ein moderner Bogen in traditionellem Gewand, der dem Schützen viele Möglichkeiten offen lässt. Er ist sehr gut verarbeitet, wird mit viel Zubehör und einer schönen Tasche geliefert. Sieht meiner Meinung nach super aus und schießt sich sehr angenehm. Der Bogen ist relativ leise, gut ausalanciert und sehr gut in der Handhabung.[/font]

[font='Arial, sans-serif']Kurz, der Bogen macht Freunde.[/font]

[font='Arial, sans-serif']Mehr zu den Schussleistungen und einen ausgiebigen Testbericht mit V0 Messungen, Pfeilgewichten usw. kommt, wenn es etwas wärmer geworden ist und ich mal mehr als ein paar Pfeile damit verschossen habe.[/font]

Messwerte und Zustand nach 5 Monaten

Ein paar Messwerte.

Das Auszugsgewicht ergab bei 28" Auszug exakt 35#, wie von Hoyt angegeben.

Mit einem Easton Powerflight 500 und 100 grain Saunders combo point Spitze, 4" Federn, erreichten die Pfeile ca.: 50-60 m/s ca.: 180 fps im Mittel

Zum Vergleich: ähnliches Hoyt Mittelteil mit Hoyt Carbon/Foarm Armen, gleicher Pfeil ca.: 43# ca.: 70 m/s im Schnitt.

Meine Frau schießt inzwischen auch einen Tiburon mit gleichen Werten und ist ebenfalls begeistert. Der Sprung vom billig Leihbogen zum Hoyt drückte sich mit erheblich reduzierten Streukreisen aus. Praktisch auf Anhieb. Das stützt meine These, das billige Bögen nicht für Anfänger geeigent sind. Lieber etwas mehr investieren, dann macht das Bogenschießen auch Spass und man ärgert sich nicht darüber, das man nicht sonderlich gut trifft. Ein Video in Zeitlupe hat gezeigt, das der billige Bogen sehr starke, ungleichmäßige Schwinnungen erzeugte und dazu einen sehr kräftigen Handshock hatte. Das alles hat der Hoyt nicht. Handshock ist gleich Null. Und die Arme schwingen nach wenigen gleichmäßigen Hüben zum Stillstand aus.

Bei mir gibt es inzwischen einige blanke Stellen, wo ich mit den Fingerringen drankomme und den Struckturlack abgerubbelt habe. Das Mittelteil werde ich irgendwann im Winter mal zum Pulverbeschichten weggeben.

Bislang gibt es an den Bögen nichts auszusetzen. Sie lassen ich sehr angenehm ziehen und werfen, für uns als Anfänger, sehr gut. Wir sind immer noch zufrieden mit den Bögen und haben den Kauf nicht bereut. Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten, es macht einfach spass, die Bögen zu schießen. Wir schießen immer noch blank ohne jede Anbauteile.

Ich habe mal verschiedene Stabis bzw. Dämpfer getestet. Zum Einsatz kamen verschieden kurze Modelle, die Marken weiss ich nicht mehr. Einen Effekt konnte ich nicht wirklich feststellen, bei den kurzen Teilen. Etwas hat sich natürlich in der Balance getan, aber nichts gravierendes. Irgendwann teste ich vielleicht mal die langen Stabis, aber die Kurzen machen für mich keinen Sinn bzw. Unterschied zum ohne Stabi schießen.
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Mens agitat molem
 

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