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Intel

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Schießen auf eigenem Grundstück verboten?
« am: August 09, 2017, 12:47:12 Vormittag »
Hallo, desöfteren Lese ich Nachrichten von seriösen Zeitungen (keine Bildzeitung!), dass X oder Y eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Waffengesetz + Waffe beschlagnahmt bekam, weil X oder Y in seiner eigenen Wohnung, eigenen Balkon, eigenen Terasse, eigenen Grundstück etc. mit einer Schreckschusspistole geschossen hat. Desweiteren lese ich auch immer wieder, dass X oder Y den Polizeieinsatz zahlen muss.

Nun frage ich mich ernsthaft: Was soll das? Heißt es nicht im Waffengesetz, dass man auf seinem eigenen Grundstück 24 Stunden lang, 7 Tage die Woche mit einer Schreckschusspistole schießen darf, solang es die Nachbarn nicht stört wegen Lärm? Oder gibt es da eine neue Regelung, dass das schießen auf dem Privatgrundstück nun auch verboten ist? Zum eigenen Grundstück zähl ich den Hof, Garten, Wohnung/Haus, Balkon, Terasse, Keller etc. warum man dann trotzdem eine Anzeige wegen verstoß gegen das Waffengesetz + Beschlagnahmung bekommt, ist mir ein Rätsel.

Wer das mal lesen will: Google -> Schreckschusswaffe eingeben -> auf News klicken und voila.

NC9210

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« Antwort #1 am: August 09, 2017, 02:01:04 Vormittag »
Das Grundstück muß befriedet sein, sonst führst du unerlaubt.
Weder Polizisten noch die Journallie haben Plan ...
Wenn die Regierung das Volk fürchtet, herrscht Freiheit.
Wenn das Volk den Staat fürchtet, herrscht Tyrannei.
Thomas Jefferson,
der hauptsächliche Verfasser der Unabhängigkeitserklärung

Vogelspinne

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« Antwort #2 am: August 09, 2017, 10:25:10 Vormittag »
Das mit dem Schießen auf dem eigenen befriedeten Grundstück ist grundsätzlich erlaubt. Aber:

Wenn Außenstehende die Waffe sehen, sich bedroht fühlen ( Sehen der Waffe reicht heutzutage schon aus! ) und die Polizei holen, ist man wegen Nötigung dran. Gleiches gilt, wenn Außenstehende den Schuß hören.

Mit einer SSW außerhalb von Silvester zu schiessen, ist inzwischen recht problematisch.
Zitat: Ein Staat ist nur so frei wie sein Waffengesetz! ( Gustav Heinemann, Alt-Bundespräsident )

Intel

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« Antwort #3 am: August 09, 2017, 01:49:43 Nachmittag »
Mit einer SSW außerhalb von Silvester zu schiessen, ist inzwischen recht problematisch.
Finde ich sehr schade und traurig, wie weit es mittlerweile in Deutschland gekommen ist. Ich wollte letztens meine Waffe auch mal wieder schießen aber da ich immer wieder lese, dass die Polizei gerufen wurde, Anzeige usw. hab ich es dann sein gelassen. Ich bin nicht unbedingt scharf darauf, die Polizei oder SEK plötzlich im Haus oder Garten zu haben und meine SSW abgenommen zu bekommen (obwohl ich nichts schlimmes getan habe). Mein Garten ist rundrum zwar eingezäunt mit einem 2 Meter hohen Zaun (niemand kann einfach so in meinen Garten) aber dennoch habe ich Angst, dass irgendwer die Polizei ruft, wenn ich im Garten schieße, zumal ich auch recht komische Nachbarn habe, mit denen nicht gut Kirschen essen ist.

Wird immer schlimmer hier was Waffen betrifft. Ich warte nur noch auf den Tag, an dem man sogar für eine SSW eine Prüfung machen muss und eine Art WBK usw. braucht...

baikal-513

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« Antwort #4 am: August 09, 2017, 06:57:54 Nachmittag »
Hallo,

Du hast doch den KWS, dann zeig das Schießen doch bei Deiner Waffenbehörde und Deinem Polizeikomissariat an. Denen erklärst Du das Du neue Abwehrmun. gekauft hast und die testen mußt.  Teste dann außerhalb der Ruhezeiten und mach nur zwei-drei Schuß, da sollte es keinen Ärger geben. Mann kann natürlich auch im Haus schießen und die Mucke etwas lauter machen oder einen sauteuren Kompensator für SSW benutzen und damit in einen Knallkarton schießen, aber nur außerhalb der Ruhezeiten. Mehrere Magazine durchzurotzen wird wohl nichts werden.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Man muß sich nur trauen ihn auch zu gehen.
Anschütz sind die Meistermacher, aber Kenner wählen Walther.

Vogelspinne

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« Antwort #5 am: August 10, 2017, 03:42:24 Nachmittag »
Baikal, nette Idee, nur leider wird sie nicht funktionieren!

Der KWS berechtigt nicht zum Schiessen, sondern ausschließlich zum Führen einer SSW!! Und eine Berechtigigung zum Schießen einer SSW bekommt man nicht erteilt, auch nicht zum Testen von Abwehrmunition!!
Abwehrmunition darf man auch nicht draussen an der frischen Luft testen, weil dabei eine mögliche Gefährdung Unbeteiligter besteht. Der Ernstfall ist nach dem Willen der Politik und Polizei der unerwünschte Test der Abwehrmunition.

Man soll sich ja auch nicht verteidigen und ausschließlich im Notfall die Polizei rufen ( und dann 15 min bis mehrere Stunden warten und Angreifer gewaltlos abwehren......und sterben ), denn eine Selbstverteidigung untergräbt das Gewaltmonopol der Polizei.

Mein Rat:
Jeder für sich muß seine Möglichkeiten zum unerlässlichen Testen von Abwehrmunition oder schlichten Verschiessen von Platzpatronen eruieren und einen Weg finden, das möglichst niemand davon Notiz nimmt. Kreativität ist hier das Stichwort.
Zitat: Ein Staat ist nur so frei wie sein Waffengesetz! ( Gustav Heinemann, Alt-Bundespräsident )

baikal-513

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« Antwort #6 am: August 10, 2017, 09:47:49 Nachmittag »
Nabend Vogelspinne,

zum schießen mit freien Waffen auf dem eigenen Grundstück, brauchtˋs doch keine Genehmigung.

Schönen Abend,

Dete
Anschütz sind die Meistermacher, aber Kenner wählen Walther.

frankie0815

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« Antwort #7 am: August 11, 2017, 07:56:01 Nachmittag »
Sylvester ist immer ein gutes Datum zum "Testen", da knallt es eh überall.

Ansonsten im tiefen Wald, möglichst abgelegen. Auf dem Land ist es eh einfacher als in der Stadt.

Wie schon gesagt, Kreativität ist gefragt.

hardfecx

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« Antwort #8 am: August 12, 2017, 06:54:01 Vormittag »
Sylvester ist immer ein gutes Datum zum "Testen", da knallt es eh überall.

Ansonsten im tiefen Wald, möglichst abgelegen. Auf dem Land ist es eh einfacher als in der Stadt.

Wie schon gesagt, Kreativität ist gefragt.

Und wie sieht es aus wenn die Polizei eine Kontrolle vom Auto macht indem du zum Wald fährst und darin ne SSW findet?
Greetz,

Änder

*** Ich will so sterben wie mein Grossvater, im Schlaf, und nicht brüllend und schreiend wie sein Beifahrer! ***

Elor

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« Antwort #9 am: August 12, 2017, 11:18:14 Vormittag »
Und wie sieht es aus wenn die Polizei eine Kontrolle vom Auto macht indem du zum Wald fährst und darin ne SSW findet?
Solange du den KWS hast ist doch alles tutti.
Abgesehen davon bin ist mein Auto in 18 Jahren noch nie kontrolliert worden. Mal ne allgemeine Verkehrskontrolle mit "Führerschein, Fahrzeugschein" aber das Auto wird ohne konkreten Verdacht nicht kontrolliert.

BMRKTV

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« Antwort #10 am: August 12, 2017, 03:05:34 Nachmittag »
Und wie sieht es aus wenn die Polizei eine Kontrolle vom Auto macht indem du zum Wald fährst und darin ne SSW findet?
Die Polizei darf Dich anhalten, Identität/Fahrerlaubnis prüfen und ggf. Pflichtausrüstung (Verbandkasten, Warnwest/-dreieck) kontrollieren.
Eine Kontrolle im Sinne eine Durchsuchung (Handschuhfach, unter den Sitzen, Kofferraum) ist nur bei "Gefahr in Verzug", mit Deinem ausdrücklichem Einverständnis oder auf richterlichen Beschluss möglich.

Um also einen Blick ins innere zu erhaschen wird dann schon mal eher nach dem HU-Bericht (Handschuhfach/Autopapiere) oder nach dem Warndreieck (Kofferreum) gefragt ...
MfG

Bernd

frankie0815

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« Antwort #11 am: August 12, 2017, 05:15:33 Nachmittag »
Mit KWS ist das doch auch Wurst.

Ich kann mein Baby überall mitnehmen, ausser auf "Massenveranstaltungen". Wozu habe ich denn das Geld für den KWS sonst ausgegeben.

BMRKTV

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« Antwort #12 am: August 12, 2017, 06:48:04 Nachmittag »
Es ging mir darum, dass die Polizei, entgegen der landläufigen Meinung, Dein Auto nicht "einfach so" durchsuchen darf.
Unabhänig vom KWS.
MfG

Bernd

hardfecx

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« Antwort #13 am: August 13, 2017, 12:45:12 Nachmittag »
Und wie sieht es aus wenn die Polizei eine Kontrolle vom Auto macht indem du zum Wald fährst und darin ne SSW findet?
Die Polizei darf Dich anhalten, Identität/Fahrerlaubnis prüfen und ggf. Pflichtausrüstung (Verbandkasten, Warnwest/-dreieck) kontrollieren.
Eine Kontrolle im Sinne eine Durchsuchung (Handschuhfach, unter den Sitzen, Kofferraum) ist nur bei "Gefahr in Verzug", mit Deinem ausdrücklichem Einverständnis oder auf richterlichen Beschluss möglich.

Um also einen Blick ins innere zu erhaschen wird dann schon mal eher nach dem HU-Bericht (Handschuhfach/Autopapiere) oder nach dem Warndreieck (Kofferreum) gefragt ...


Das wusste ich nicht, deshalb die Frage. Danke :)
Greetz,

Änder

*** Ich will so sterben wie mein Grossvater, im Schlaf, und nicht brüllend und schreiend wie sein Beifahrer! ***

Herby1957

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« Antwort #14 am: August 24, 2017, 12:42:54 Nachmittag »
Hallo,

 

denke kaum einer hat ein so großes Grundstück das die Nachbarschaft bzw. evtl. Fußgänger auf der Straße den Schuss einer SSW nicht hören. Wie der einzelne reagiert seit den letzten Terror - Vorfällen - keine Ahnung.

Ich bin zum Schießen auf Luftpistole umgestiegen. Ist zwar nicht laut, macht aber Spass und die Munition (500 Dias für 3 bis 5 Euro) kostet nur einen Bruchteil. Ziele hat jeder im Haushalt. (Dosen, Holzklötze usw.)

 

Gruß

Herby