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zakazak

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Slavia 630 - Entrosten, Pflegen und genießen?
« am: Februar 05, 2018, 06:27:12 Nachmittag »
Hallo zusammen,

ich habe von meinem Vater eine Slavia 630 übernommen. Produziert wurde das gute Ding 1974.
Mein Vater fand das Gewehr damals im Fluss, über die Jahre kamen dann noch weitere Abnutzungserscheinungen dazu.
Jetzt würde ich es gerne pflegen und frage mich wie ich das am besten mache?

Holz:
Der Lack ist fast komplett ab gebröselt. Ich würde den Rest runter schleifen und dann das Holz mit Holzöl behandelt. Dazu habe ich ein selbst gemischtes Holzöl welches auf Leinöfirnis + Tungöl besteht.

Metall:
Da wo Rost zu sehen ist würde ich Rostumwandler drauf geben? Oder lieber Abschleifen? Falls Abschleifen, womit anschließend konservieren?
Danach ordentlich abwaschen.
Anschließend mit Reinigungsöl reinigen.
Zu guter Letzt mit Nähmaschinenöl / Feinmechaniköl pflegen.

Wäre das so in ordnung? Hättet ihr noch andere Vorschläge?

Danke!
« Letzte Änderung: Februar 05, 2018, 06:36:33 Nachmittag by zakazak »

kritisch

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« Antwort #1 am: Februar 05, 2018, 08:10:16 Nachmittag »
Hallo und willkommen hier zakazak.
Einfach mal ein Foto hier einstellen. Das mit dem System muss man sehen. Kommt immer drauf an wie tief der Rost geht. Das mit dem konservieren würde ich sagen kommt drauf an was du möchtest. Und Finger weg vom Rostumwandler.
Gruß Ralf
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Modell 121, 124, 125, 127

jrgen544

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« Antwort #2 am: Februar 06, 2018, 12:01:32 Vormittag »
Hallo zakazak,
Holz: abschleifen + ölen ist kein schlechter Gedanke. Aber zu Sicherheit Bilder einstellen, dann können wir sicherlich die Schäden besser beurteilen.
Metall: Bilder ganz wichtig! wie sieht der Lauf innen aus - blank - flugrostig - rostnarbig - .....??
Was ist mit dem Druck-Zylinder + Kolben? Rostig - Blank  - .... ??

Falls du als Rostumwandler das Zeug aus dem KFZ-Bereich meinst --> bloss nicht, das taugt hierfür sowas von überhaupt nicht!
Es gibt evtl. geeignete Chemie, aber dazu, wie gesagt, bitte Bilder.
Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. [Albert Einstein]

zakazak

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« Antwort #3 am: Februar 06, 2018, 11:18:35 Vormittag »
Hallo zusammen,

gesagt, getan! Hier die Bilder in groß:
Zitat
http://files.bestmail.ws/Slavia 630/

oder etwas kleiner:

Fotos vom Innenleben kann ich in den nächsten Tagen hochladen.
Außen sieht es alles mehr nach Flugrost aus. Ich glaube auf den Bildern sieht es vl. auch ein bisschen extremer aus als in echt. Es ist allerdings Rost vorhanden.

Was das Innenleben angeht so habe ich auch darüber nachgedacht da gleich ein paar "Verbesserungen" einzubauen.
Z.b. die Feder vom deutlich stärkeren Slavia 634?
Falls der Kolben von der Slavia 634 passt dann auch gleich den dazu?
Oder andere Vorschläge?

Danke!

baikal-513

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« Antwort #4 am: Februar 06, 2018, 05:54:15 Nachmittag »
Hallo zakazak,

wenn Du in D wohnst laß die 634er Innereien da raus. D.h. nicht das sie auch passen. Sieh nur zu das Du eine Lederkolbendichtung einbaust, die Plastedichtungen wurden erst ab den 90ern eingebaut und laufen manchmal nicht besonders gut in den alten Systemen. Das mußte ich leider schon am eigenen Gewehr erfahren.
Wenn`s kein ideeller Grund ist das Gewehr zu restaurieren, laß es sein, es gibt für kleines Geld immer wieder gute gebrauchte z.B. bei DHD24 oder egun.

Schönen Gruß,

Dete
Anschütz sind die Meistermacher, aber Kenner wählen Walther.

zakazak

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« Antwort #5 am: Februar 06, 2018, 06:42:43 Nachmittag »
Hallo zakazak,

wenn Du in D wohnst laß die 634er Innereien da raus. D.h. nicht das sie auch passen. Sieh nur zu das Du eine Lederkolbendichtung einbaust, die Plastedichtungen wurden erst ab den 90ern eingebaut und laufen manchmal nicht besonders gut in den alten Systemen. Das mußte ich leider schon am eigenen Gewehr erfahren.
Wenn`s kein ideeller Grund ist das Gewehr zu restaurieren, laß es sein, es gibt für kleines Geld immer wieder gute gebrauchte z.B. bei DHD24 oder egun.

Schönen Gruß,

Dete
Hey, komme aus Österreich. Heißt dass nun dass die 643er Innereien passen? :)

Puh, wo bekommt man denn heute noch die passende Lederkolbendichtung her?

Ich hätte eigtl. spaß daran sie selber zu restaurieren. Werkzeug und sonstige Hilfsmittel sind auch vorhanden. Ich müsste also nur für ein paar Ersatzteile geld ausgeben :)

baikal-513

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« Antwort #6 am: Februar 06, 2018, 07:21:17 Nachmittag »
Die Lederkolbendichtung gibt`s beim Jagd-und Sportwaffenzentrum Gotha, die haben auch sonst fast alle Teile (auch bei der 631 schauen):  https://www.waffencenter-gotha.de/
oder beim Hersteller: https://www.czub.cz/#/
Anschütz sind die Meistermacher, aber Kenner wählen Walther.

zakazak

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« Antwort #7 am: Februar 06, 2018, 09:56:10 Nachmittag »
Super danke !

Weißt du zufällig auch ob der Kolben vom 630 und 631 gleich sind?

Und wie gehe ich nun am besten gegen den rost vor? :)

kritisch

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Glasperlstrahlen
« Antwort #8 am: Februar 06, 2018, 10:25:52 Nachmittag »
Glasperlstrahlen
Super danke !

Weißt du zufällig auch ob der Kolben vom 630 und 631 gleich sind?

Und wie gehe ich nun am besten gegen den rost vor? :)
Glasperlstrahlen
    Gruß Ralf
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    baikal-513

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    « Antwort #9 am: Februar 06, 2018, 10:56:43 Nachmittag »
    Die Kolben sind gleich. Als Ostmärker sei Dir dieses Forum empfohlen:    http://www.airgun-austria.com/index.php
    Anschütz sind die Meistermacher, aber Kenner wählen Walther.

    jrgen544

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    « Antwort #10 am: Februar 07, 2018, 12:03:41 Vormittag »
    Gegen Rost ist Glasperlenstrahlen ein guter Vorschlag, ist deutlich sanfter als sandstrahlen und bewirkt dazu eine Oberflächenverdichtung. Ist mir aber meistens zu teuer. Ich arbeite bevorzugt mit feiner Stahlwolle und dannach
    https://www.ebay.de/itm/5-Ltr-PROFI-Rostumwandler-Phosphatierung-Rostschutz-Rostentferner-Phosphorsaure-/142578481464?hash=item213256f938
    dann mit kaltem Wasser abspülen, abtrocknen (am Besten mit Druckluft trocken blasen)
    und anschließender Kaltbrünierung.
    Auch lackieren ist nach der Phosphorsäure problemlos möglich.
    Die Phosphorsäure erzeugt eine leicht rauhe Oberfläche, deshalb nicht im Lauf oder im Druckzylinder verwenden. Hier nur polieren bzw. durchziehen.
    Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. [Albert Einstein]

    zakazak

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    « Antwort #11 am: Februar 07, 2018, 08:50:26 Vormittag »
    Das wäre allerdings des selbe Rostumwandler der auch im KFZ-Bereich verwendet wird. Von dem wurde mir ja hier abgeraten?
    Wobei
    ich auch nicht ganz verstehe warum man das nicht verwenden sollte? Es
    wandelt den Rost um, anschließend wird es abgewaschen und was überbleibt
    sind blanke metall stellen?

    Ich hätte danach einfach mal mit
    einem Bürsenaufsatz auf der Bohrmaschine alles runter geschliffen und
    dann per Hand mit immer feinerem Schleifpapier geschliffen.
    Am Ende dann mit Wachs konservieren oder lackieren.
    Keine gute Idee?
    Gegen Rost ist Glasperlenstrahlen ein guter Vorschlag, ist deutlich sanfter als sandstrahlen und bewirkt dazu eine Oberflächenverdichtung. Ist mir aber meistens zu teuer. Ich arbeite bevorzugt mit feiner Stahlwolle und dannach
    Gegen Rost ist Glasperlenstrahlen ein guter Vorschlag, ist deutlich sanfter als sandstrahlen und bewirkt dazu eine Oberflächenverdichtung. Ist mir aber meistens zu teuer. Ich arbeite bevorzugt mit feiner Stahlwolle und dannach
    https://www.ebay.de/itm/5-Ltr-PROFI-Rostumwandler-Phosphatierung-Rostschutz-Rostentferner-Phosphorsaure-/142578481464?hash=item213256f938
    dann mit kaltem Wasser abspülen, abtrocknen (am Besten mit Druckluft trocken blasen)
    und anschließender Kaltbrünierung.
    Auch lackieren ist nach der Phosphorsäure problemlos möglich.
    Die Phosphorsäure erzeugt eine leicht rauhe Oberfläche, deshalb nicht im Lauf oder im Druckzylinder verwenden. Hier nur polieren bzw. durchziehen.
    « Letzte Änderung: Februar 07, 2018, 09:39:03 Vormittag by zakazak »

    baikal-513

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    « Antwort #12 am: Februar 07, 2018, 09:37:22 Vormittag »
    Ich habe vor einigen Jahren eine Diana 35 mit dem Dremel und Messingbürste entrostet. Dann mit Rostumwandler abgewaschen und der liebe Uwe hat`s zusammengebaut und mattschwarz lackiert. Die sieht immer noch super aus.
    Der Rostumwandler entfernt auch die alte Brünierung, da wird alles schön blank.
    Wenn die 630 wieder fertig ist, hast Du ein sehr gutes Luftgewehr. Mein erstes selbst gekauftes LG war eine 631, die hab ich heute noch.
    Anschütz sind die Meistermacher, aber Kenner wählen Walther.

    zakazak

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    « Antwort #13 am: Februar 07, 2018, 09:41:06 Vormittag »
    Ich habe vor einigen Jahren eine Diana 35 mit dem Dremel und Messingbürste entrostet. Dann mit Rostumwandler abgewaschen und der liebe Uwe hat`s zusammengebaut und mattschwarz lackiert. Die sieht immer noch super aus.
    Der Rostumwandler entfernt auch die alte Brünierung, da wird alles schön blank.
    Wenn die 630 wieder fertig ist, hast Du ein sehr gutes Luftgewehr. Mein erstes selbst gekauftes LG war eine 631, die hab ich heute noch.
    Danke, so werde ich es dann wohl auch machen :)
    Rostumwandler,
    Dremel und Messingbürste
    Rostumwandler
    Abwaschen
    Lackieren/Versiegeln/... :)

    Das Holz wird abgeschliffen und mit meinem eigenen Holzöl gepflegt.

    Getauscht werden:
    Feder
    Federführung
    Kolben
    Dichtungen

    jrgen544

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    « Antwort #14 am: Februar 08, 2018, 10:44:10 Vormittag »
    Das wäre allerdings des selbe Rostumwandler der auch im KFZ-Bereich verwendet wird. Von dem wurde mir ja hier abgeraten?
    Wobei
    ich auch nicht ganz verstehe warum man das nicht verwenden sollte? Es
    wandelt den Rost um, anschließend wird es abgewaschen und was überbleibt
    sind blanke metall stellen?

    Der übliche Kfz-Rostumwandler hat 12-18 Prozent Phosphorsäure und nimmt nicht zuverlässig den Rost aus allen Poren. Der hier genannte hat 85 Prozent und reduziert den Rost deutlich tiefergehend. Und es gibt KFZ-Rostumwandler, die eine Polymerschicht über der Roststelle bilden, der Rost darunter bleibt aber teilweise erhalten.

    Phosphorsäure "frisst" nicht einfach den Rost weg, sondern wandelt ihn in Eisenphosphat um, dieses bildet eine leichte Schutzschicht vor neuem Rost. Bei geringer Konzentration der Phosphorsäure bleibt allerdings unter dem Eisenphosphat Porenrost zurück.
    Zum Kaltbrünieren oder Lackieren stellt das Eisenphosphat eine gute Grundlage dar.
    Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. [Albert Einstein]
     

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