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Gunimo

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Magazinkapazitäten im neuen WaffG. 2020
« am: Dezember 24, 2019, 04:03:10 Vormittag »
Was ich noch nicht so ganz einordnen kann beim neuen WaffG. 202 ist das Verbot von Magazinen > 20 Schuss bei Kurzwaffen und > 10 Schuss bei Langwaffen, was ja auch für fest eingebaute Magazine gilt. Einige legen die geplante Änderung so aus, dass sie auch für freie Waffen gilt, andere (mich eingeschlossen) halten es für eine Regelung nur für Feuerwaffen.

Wie habt ihr das verstanden, bzw. interpretiert? Angeblich sind ja sogar Magazin-Attrappen betroffen verbotener Gegenstand zu werden, die nur den Anschein eines großen Magazins erwecken.

Sollte das tatsächlich auch für freie Waffen gelten, dann wäre z. B. sogar die Magazin-Attrappe der "Yunker" bald ein verbotener Gegenstand. Das Röhrenmagazin des Daisy UHR 1894 und des "Diana 30" stünden auf dem Index. Usw.

http://www.muzzle.de/N2/CO2/Yunker_3/yunker_3.html


Daisy 1894, 40-Schuss internes Röhrenmagazin:

http://www.muzzle.de/N3/Druckluft/Daisy_1894__Spittin__Image_-_W/daisy_1894__spittin__image_-_w.html


Diana 30, 125-Schuss internes Röhrenmagazin:

http://www.muzzle.de/N3/Druckluft/Diana_Modell_30/diana_modell_30.html

Gruß

Gunimo

NC9210

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Antw:Magazinkapazitäten im neuen WaffG. 2020
« Antwort #1 am: Dezember 24, 2019, 11:37:57 Vormittag »
Es geht um Magazine für Zentralzünder. Damit sind alle
BB, Diabolo und auch KK-Magazine nicht betroffen.
Magazine für SRS-Waffen (mit Zentralzündung) aber schon.
Bei Airsofts ist das Problem das Magazingehäuse wenn
es ein Original vom Vorbild ist, die Gehäuse werden zu den
wesentlichen Waffenteilen und damit erlaubnispflichtig.
Wenn die Regierung das Volk fürchtet, herrscht Freiheit.
Wenn das Volk den Staat fürchtet, herrscht Tyrannei.
Thomas Jefferson,
der hauptsächliche Verfasser der Unabhängigkeitserklärung

Gunimo

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Antw:Magazinkapazitäten im neuen WaffG. 2020
« Antwort #2 am: Dezember 24, 2019, 02:41:19 Nachmittag »
Genau die Anscheinsauslegung macht mir Sorgen. Die macht den Weg frei für Interpretationen.

Wenn Softairmagazine betroffen sind, warum dann nicht z. B. das Magazin der Yunker? Wenn das nicht Vorbildgetreu Kalaschnikow ist, was dann? Das ist doch das gleiche Prinzip.

Und gleiches gilt für die MP-German:

http://www.muzzle.de/N2/CO2/MP_German/mp_german.html

Und somit wären auch BB-Magazine von CO2-/Druckluftwaffen betroffen.
« Letzte Änderung: Dezember 24, 2019, 02:47:18 Nachmittag by Gunimo »

NC9210

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Antw:Magazinkapazitäten im neuen WaffG. 2020
« Antwort #3 am: Dezember 24, 2019, 04:15:22 Nachmittag »
Es geht nicht um Anschein!
Das Magazingehäuse wir behandelt wie ein Lauf.
Ursprüngliche Fertigung für das Original = Erlaubnispflicht.
Fertigung für eine freie Waffe = freies Teil.
Ähnlich wie bei den Schalldämpfern.
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Gunimo

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Antw:Magazinkapazitäten im neuen WaffG. 2020
« Antwort #4 am: Dezember 24, 2019, 05:09:25 Nachmittag »
Ok. Danke.

Dann wird der freie Besitz hoffentlich auch für SRS-Waffenmagazine mit Verwendung von Zentralfeuer-Kartuschenmunition greifen.

Gruß

Gunimo

NC9210

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Antw:Magazinkapazitäten im neuen WaffG. 2020
« Antwort #5 am: Dezember 25, 2019, 11:58:41 Vormittag »
Ja. GSG arbeitet schon an verkleinerten Magazinen.
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Vogelspinne

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Antw:Magazinkapazitäten im neuen WaffG. 2020
« Antwort #6 am: Dezember 25, 2019, 08:48:36 Nachmittag »
So, wie ich durch Querlesen der WaffG.-Änderung mit WaffG. und Verwaltungsvorschriften zum WaffG. es verstanden habe, sind ausschließlich Magazine und Magazinhüllen >20Schuß Kurzw./>10 Schuß Langw. ) von scharfen Schußwaffen mit Zentralfeuermunition betroffen.
Bei Kaufnachweis von vor dem Stichtag in 2017 erworbenen Magazinen kann man diese bei der zuständigen waffenrechtlichen Behörde anmelden und diese bleiben dann legal.
Alle nach dem Stichtag erworbenen betroffenen Magazine und alle ohne Kaufnachweis werden dann illegal.

Schreckschuß, Softair, etc. sind davon nur in so weit betroffen, wenn man in diese Magazine scharfe Zentralfeuerpatronen laden und diese aus einer scharfen Schußwaffe verschießen kann.

Schlimm finde ich dabei, das keinerlei Regelung getroffen wurde, wie man später legale >20/>10 Schuß Magazine von illegalen unterscheiden kann.
Genauso, daß man zwar ein legales >20/>10 Schuß Magazin an jemanden ohne scharfe Schußwaffen ohne weiteres verkaufen darf, aber nicht an jemanden mit scharfen Schußwaffen, da dieser solche Magazine nicht mehr erwerben darf. Wie soll das kontrolliert werden? Soll man z.B. auf eGun sich von einem möglichen Käufer an Eides statt oder notariell beglaubigt nachweisen lassen, das dieser keine scharfe Schußwaffe besitzt, um an einen Berechtigten zu verkaufen?
Oder soll der Verkäufer den Kaufbeleg seines legalen Magazines mit veröffentlichen, da eine Magazinbesitzkarte nicht angedacht ist?

Diese gesamte WaffG.-Änderung ist unausgegorener Mist, der vorne bis hinten nicht passt und so auch nicht funktionieren wird, es sei denn, die betroffenen Gegenstände werden komplett verboten.

Interessant sind auch die <0,5J Softair, die aus dem WaffG. entfernt werden und der EU-Spielzeugrichtlinie und der EU-Spielzeugsicherheitsrichtlinie unterliegen werden!
Gemäß EU-Spielzeugsicherheitsrichtlinie dürfen aus Spielzeug verschossene harte Geschosse maximal 0,08J Schußenergie besitzen, bzw. 2500J/m² ( ca. 0,07J ).
Und:

EU-Spielzeugrichtlinie Anhang I, 10.1.2.5. Nachahmungen echter Schußwaffen

10.1.2.5. Nachahmungen echter Schusswaffen
Nachbildungen von Schusswaffen gelten nicht als Spielzeug. Eine Unterscheidung
zwischen ihnen und Spielzeugfeuerwaffen, die zum Spielen vorgesehen sind, sollte
anhand der allgemeinen Klassifikationskriterien (Preis, Verkaufsort, Zielgruppe usw.)
sowie der Detailliertheit vorgenommen werden.

"gelten nicht als Spielzeug" ist der entscheidene Punkt! <0,5J Softair gelten noch laut deutschen WaffG. als Spielzeug. Mit Umsetzung des EU-Recht mittels der 3. WaffG.-Änderung erlischt auch der Spielzeugcharakter der <0,5J Softairs. Damit unterliegen diese automatisch dem WaffG. als freie Schußwaffen bis 7,5J, also Semi only und :F:, was keine mir bekannte <0,5J Softair hat.

Ein nachträglicher Umbau auf Semi-only gilt nur durch berechtigte Händler mit Beleg des Umbaus und Beschuß mit "F" dürfen nur noch Importeure und klassifizierte Händler bei den Beschußämter durchführen lassen - für ca. 170€ je Waffe. Dazu die Kosten für mehrfachen Versand und Umbau. Das bedeutet den wirtschaftlichen Totalschaden für die Masse der 0,5er Softair, abgesehen davon, das mit Sicherheit sehr große Teile der Besitzer solcher Softair nichts davon mitbekommen und so kriminalisiert werden.
Und selbstredend ist das Hobby Airsoft spielen dann nur noch ab 18, da alle Softair nur ab 18 besitzbar werden. Ich denke, das dieses Hobby mindestens massive Probleme bekommt und vielleicht sogar nach und nach verschwindet.
Zitat: Ein Staat ist nur so frei wie sein Waffengesetz! ( Gustav Heinemann, Alt-Bundespräsident )

Gunimo

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Antw:Magazinkapazitäten im neuen WaffG. 2020
« Antwort #7 am: Dezember 26, 2019, 09:18:30 Nachmittag »
Das mit dem F-Nachkennzeichnen der Softairwaffen sehe ich wirtschaftlich und organisationstechnisch gesehen auch als ein großes Problen. Mal ganz abgsehen von den Vollautomaten.

Denn von <0,5 J Softies sind sicher hunderttausende im Umlauf. Die werden nun ohne F alle illegal. Nun als Waffe behandelt, ist der Besitz ein Verstoß gegen das Waffg. und das Nachkennzeichnen tatsächlich im Grunde ein wirtschaftlicher Totalschaden. Und eine Altbesitzregelung ist praktisch sehr schwer mit Nachweis zu belegen. Da darf man gespannt sein, wie das aussehen soll.

Vogelspinne

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Antw:Magazinkapazitäten im neuen WaffG. 2020
« Antwort #8 am: Dezember 27, 2019, 08:10:53 Nachmittag »
Das Problem ist, das in dem Fall nicht einfach das deutsche WaffG. verschärft wird, sondern EU-Recht in nationales Recht umgesetzt wird. Und die EU hat dieses Recht 2009 in Kraft gesetzt, weshalb nun die letzte Frist zur Umsetzung in nationales Recht abläuft. Also sind diese bisherigen 0,5er Spielzeug-Softair EU-rechtlich schon seit 2009 kein Spielzeug mehr und hätten seitdem als freie Schußwaffen gemäß deutschen WaffG. sein müssen.
Deshalb wird dieser deutsche Sonderweg nun beendet und die bisher geduldeten 0,5er Softair unterliegen ab Inkraftreten der WaffG-Änderung den Regeln des WaffG., also Semi-only und mit "F".
Jeder, der jetzt noch eine 0,5er Softair besitzt, hat aktuell noch Zeit diese waffenrechtlich sicher zu machen oder man benutzt seine 0,5er Softair bis zum Stichtag und verschrottet sie dann. Eine Übergangsfrist ist meiner Meinung wegen den EU-Recht nicht zulässig.

Es ist jedem möglich sich sofort und umfassend dazu zu informieren, und es ist die Pflicht eines jeden Rechtsmündigen ab 14, dies regelmäßig zu tun ( macht selbstredend niemand ), daher ist die "Übergangsfrist" jetzt.
Zitat: Ein Staat ist nur so frei wie sein Waffengesetz! ( Gustav Heinemann, Alt-Bundespräsident )

Volker

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Antw:Magazinkapazitäten im neuen WaffG. 2020
« Antwort #9 am: Dezember 28, 2019, 11:24:34 Vormittag »
Schlimm finde ich dabei, das keinerlei Regelung getroffen wurde, wie man später legale >20/>10 Schuß Magazine von illegalen unterscheiden kann.
Genauso, daß man zwar ein legales >20/>10 Schuß Magazin an jemanden ohne scharfe Schußwaffen ohne weiteres verkaufen darf, aber nicht an jemanden mit scharfen Schußwaffen, da dieser solche Magazine nicht mehr erwerben darf. Wie soll das kontrolliert werden?
....
Und selbstredend ist das Hobby Airsoft spielen dann nur noch ab 18, da alle Softair nur ab 18 besitzbar werden. Ich denke, das dieses Hobby mindestens massive Probleme bekommt und vielleicht sogar nach und nach verschwindet.

Wenn ich das neue Gesetz richtig verstanden habe, sind Magazine mit mehr als 10/20 Schuss verbotene Gegenstände bzw. wesentliche Waffenteile. Verbotene Gegenstände sind illegal, damit auch kein Verkauf möglich, wesentliche Waffenteile benötigen eine EWB, in dem Fall Ausnahmegenehmigung durchs BKA. Da spielt es keine Rolle, ob man eine passende Waffe besitzt oder nicht - zu groß = illegal.

Unter 7,5 Joule darf ab 12 Jahren geschossen werden, nur besitzen darf man unter 18 nicht. Dazu kommt, dass für unter 18 eine geeignete Aufsichtsperson (oder Eltern) da sein muss und daran wird vieles scheitern. Aber das war meiner Meinun nach bisher auch eine Grauzone.

Gunimo

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Antw:Magazinkapazitäten im neuen WaffG. 2020
« Antwort #10 am: Dezember 29, 2019, 08:37:01 Nachmittag »
(...)
Deshalb wird dieser deutsche Sonderweg nun beendet und die bisher geduldeten 0,5er Softair unterliegen ab Inkraftreten der WaffG-Änderung den Regeln des WaffG., also Semi-only und mit "F".
Jeder, der jetzt noch eine 0,5er Softair besitzt, hat aktuell noch Zeit diese waffenrechtlich sicher zu machen oder man benutzt seine 0,5er Softair bis zum Stichtag und verschrottet sie dann. Eine Übergangsfrist ist meiner Meinung wegen den EU-Recht nicht zulässig.

Es ist jedem möglich sich sofort und umfassend dazu zu informieren, und es ist die Pflicht eines jeden Rechtsmündigen ab 14, dies regelmäßig zu tun ( macht selbstredend niemand ), daher ist die "Übergangsfrist" jetzt.

Aber auch nach einer Übergangsfrist werden die meisten Besitzer dieser (neuerdings) Waffen von dieser Änderung nichts wissen, weil sich viele einfach nicht weitergehend damit befassen und sich auch nicht vorstellen können, dass diese Spielzeuge jetzt zu Schusswaffen "mutieren".
- Unwissenheit schützt nicht vor Strafe - klar! Aber die Folge ist die massenhafte Kriminalisierung der Kinderzimmer und der Eltern/Erziehungsberechtigten der unmündigen "Straftäter". Ein Wahnsinn! Und ich hoffe immer noch, dass irgendwie eine Altbesitz-Regelung verabschiedet wird.   

Volker

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Antw:Magazinkapazitäten im neuen WaffG. 2020
« Antwort #11 am: Januar 07, 2020, 08:43:01 Vormittag »
https://www.facebook.com/softairstoreSchwalmEder/posts/3417405908301727?__tn__=K-R

Zitat:
"softairstore Schwalm-Eder
16 Std. ·

🔴 Rückmeldung aus Berlin... 🔴

Wir haben heute eine Ausführliche Rückmeldung auf unsere Anfrage erhalten.

Wir hatten über die CDU in Berlin eine Rückfrage beim BMI laufen und heute erreicht uns diese traurige Nachricht.

So wie es sich darstellt haben wir von Anfang an Recht behalten und es wird künftig ein Verbot von Airsoftwaffen unter 0,5 Joule ohne F-Zeichen und mit Vollautomodus geben.

Zumindest überlegt man einen Bestandsschutz zu schaffen, aber für uns sieht es nach einer ideologisch geprägten Entscheidung aus.

Wir warten noch auf die Einschätzung unseres Berufsverbands und werden euch hier weiter auf dem laufenden halten.

Wir werden in kürze beginnen HPA-Versionen aller unserer Maschinengewehre bei der PtB anzumelden damit diese Wertvollen Stücke nicht verschwinden...

Hier die Antwort:

Sehr geehrter Herr Albert,

im Auftrag von xxx übersende ich Ihnen anbei die Stellungnahme vom Bundesinnenministerium:

"Die in Anlage 2 Abschnitt 3 Unterabschnitt 2 Nr. 1 WaffG geregelte Ausnahme von Spielzeugwaffen aus dem Anwendungsbereich des Waffengesetzes wurde an die geänderten Vorgaben der Spielzeugsicherheitsnorm nach der EU-Spielzeugsicherheitsrichtlinie (2009/48/EG) angepasst, wobei eine dynamische Verweisung auf die Bestimmungen der Richtlinie aufgenommen wurde.
Demnach sind künftig Gegenstände vom Waffengesetz ausgenommen, bei denen es sich um Spielzeug im Sinne der Richtlinie handelt, und die die dort genannten Sicherheitsanforderungen erfüllen.

. Dies bedeutet zum einen, dass an Stelle der bisher im deutschen Waffenrecht geltenden Grenze von 0,5 Joule, bezogen auf die Mündungsenergie, der nach der Richtlinie geforderte Grenzwert von 2.500 Joule pro Quadratmeter, bezogen auf die Auftreffenergie, gilt.

. Zum anderen gilt die Ausnahme künftig nicht mehr für Gegenstände, die kein Spielzeug im Sinne der Richtlinie darstellen. Dies betrifft nach Anhang I Nr. 2e der Richtlinie u.a. "Nachahmungen echter Schusswaffen", wenn diese für Sammler über 14 Jahren bestimmt sind.

o Bei der Abgrenzung, ob es sich bei Nachbauten von Schusswaffen um Spielzeug oder Sammlerstücke handelt, ist nach den erläuternden Leitlinien zur Richtlinie (Rev 1.9, Datum: 10.02.2016) wie folgt vorzugehen:

"10.1.2.5. Nachahmungen echter Schusswaffen
Nachbildungen von Schusswaffen gelten nicht als Spielzeug. Eine Unterscheidung zwischen ihnen und Spielzeugfeuerwaffen, die zum Spielen vorgesehen sind, sollte anhand der allgemeinen Klassifikationskriterien (Preis, Verkaufsort, Zielgruppe usw.) sowie der Detailliertheit vorgenommen werden."

Wenn eine Schusswaffennachbildung mit dem CE-Zeichen versehen ist, ist davon auszugehen, dass der Inverkehrbringer das Produkt als Spielzeug in den Verkehr bringen will, und nicht als Sammlerstück.

Im Ergebnis bedeutet dies für Airsoftwaffen mit einer Mündungsenergie bis 0,5 Joule:

Handelt es sich nach der oben beschriebenen Abgrenzung um Spielzeuge im Sinne der Richtlinie, so bleiben sie vom Waffengesetz ausgenommen. Fallen sie nicht unter die Richtlinie, können sie ab 18 Jahren frei erworben werden, sofern sie das Zeichen "F im Fünfeck" tragen. Airsoftwaffen, die vollautomatische Schusswaffen im Sinne von Anlage 1 Unterabschnitt 1 Nr. 2.2 und keine Spielzeuge im Sinne der Richtlinie darstellen, sind jedoch künftig verbotene Gegenstände, auch wenn ihre Geschossenergie den Joule-Grenzwert nicht überschreitet.

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat prüft derzeit, ob eine zusätzliche Ausnahmeregelung für diejenigen Airsoftwaffen geschaffen werden sollte, die nach der bisher bestehenden Rechtslage vom Waffengesetz ausgenommen waren, und die kein Spielzeug im Sinne der Richtlinie darstellen. Erforderlichenfalls könnte ein entsprechender Gesetzentwurf rechtzeitig vor Inkrafttreten der mit dem 3. Waffenrechtsänderungsgesetz verbundene Änderungen in Bezug auf Spielzeugwaffen vorgelegt werden."

Ich hoffe, dass Ihnen diese Informationen helfen. Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie sich jederzeit an uns wenden.

Mit freundlichen Grüßen"